Das Rheuma mental bewältigen

Bei jeder Erkrankung ist der ganze Mensch betroffen, nicht nur ein Teil. Und wenn der ganze Körper leidet, ist auch die Seele in Mitleidenschaft gezogen. Körper und Seele sind in engem Kontakt verbunden, getrennt werden sie erst nach dem Tode.

Im Rahmen einer Erkrankung treten auch Ängste und Sorgen auf, die Diagnose chronische Polyarthritis bildet da keine Ausnahme. Zuerst die Befürchtung und Ahnung, daran erkrankt zu sein, dann die Sorgen, im täglichen Leben mit den Umstellungen fertig zu werden, die rheumatische Erkrankungen mit sich bringen. Wenn auch noch die Schwierigkeiten beim Verrichten der beruflichen Aufgaben dazukommen, kann die Belastung für einen allein schnell zu viel werden.

Hier bedarf es jetzt eines kompetenten Umgangs mit der Erkrankung und der Hilfe von außen. Mitleid und viele „gute Ratschläge“ brauchen die Betroffenen jetzt weniger, sondern Verständnis im nächsten Umfeld.

Scheinbar unlösbare Konflikte, Schuldgefühle z.B. in der Familie oder mangelndes Selbstwertgefühl, bedingt durch Probleme mit der alten Leistungsfähigkeit sollten professionell mit einem Arzt oder Psychologen nach Lösungsmöglichkeiten besprochen werden.

Nur wer sich selbst vertraut wird seine Empfindungen und Gefühle und Körpersignale wahrnehmen und nicht so leicht in eine Resignation, in Angst, Gereiztheit oder in die völlige Inaktivität verfallen. Es ist wichtig, mit Angehörigen, Freunden und Partnern über die aktuellen Probleme zu reden, auch in der engsten Beziehung kann Ihnen niemand von der Stirn ablesen, wie es Ihnen gerade geht oder welche Hilfe Sie benötigen.

Was kann der Rheumatiker selbst tun, um mit seiner Situation mental besser fertig zu werden?

Er kann sich selbst besser programmieren. Der Rheumatiker neigt wenig zum Dramatisieren seiner Befunde, er teilt diese eher knapp und klar mit, weil er bemüht ist, seiner Familie oder am Arbeitsplatz niemanden zur Last zu fallen. Wenn Schmerzen sich nicht bessern, hat das immer Gründe, er bemitleidet sich nicht selbst, er möchte gerne schmerzfrei sein, aber er programmiert sein Unterbewusstsein nicht mit dem Auftrag, nach Wegen in die Schmerzfreiheit zu suchen.

Aus dem Grunde findet er oft nicht die richtigen Hinweise und Lösungen oder auch Therapeuten und Krankenhäuser.

Eine gute Programmierung für Rheumatiker, um Schmerzfreiheit zu erreichen könnte so lauten:

•    Ich lebe schmerzfrei
•    Ich bin voll beweglich
•    Ich bin voller Lebensfreude
•    Alle schädlichen Stoffe in meinem Körper verschwinden
•    Ich esse die Nahrungsmittel, die mir bei meiner Erkrankung helfen
•    Ich habe es verdient schmerzfrei zu leben
•    Mein Unterbewusstsein hilft mir, den Weg aus der Krankheit zu finden
•    Ich habe die Kraft und den Willen, die Krankheit hinter mir zu lassen
•    Ich erreiche alles, was ich mir vorgenommen habe
•    Alle helfen mir, meine Probleme zu überwinden

Es ist wichtig, nicht nur die eigenen Schwäche zu sehen. Sehen Sie auch Ihre Stärken! Denken Sie immer auch an Ihre persönlichen Vorzüge, Ihren guten Charakter, Ihren Humor oder auch Ihr individuelles Einfühlungsvermögen.

Vergessen Sie nicht, sich selbst zu loben und zu belohnen, wenn Ihnen eine Arbeit gut gelungen ist.

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